RI Distrikt 1800

Rotary International Distrikte in Deutschland
Göttingen
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BERUFSDIENST 2006/2007


 

 

 


 

Berufsdienst-Informationstagung

in Königslutter, 16. September 2006

-  Bericht  -

 

Bei dem Berufsdienstseminar des Distrikts 1800 für die Vorstandsmitglieder B

der Rotary Clubs am 16.September in Königslutter stand in diesem Jahr das Thema

„Flexibilisierung der Arbeit“ im Mittelpunkt.

An dem Treffen nahmen 20 Freunde teil. ( Von den 72 eingeladenen Clubs gab es 34 Rückmeldungen . . . ). Um den Freundinnen und Freunden aus dem südlichen Bereich des Distriktes im Wortsinn entgegen zu kommen, wurde verabredet, das Berufsdienstseminar im Herbst 2007 in Quedlinburg anzuberaumen.

 
Für das ausgewählte komplexe Thema stellte sich freundlicherweise unser rotarischer Freund und Assistant Governor Thomas Grau, RC Hameln, als Referent

zur Verfügung. Er grenzte den Problembereich ein auf

„Flexibilisierung der Arbeit  -

Ansprüche von Betrieb und Beschäftigten, Ansätze zur Realisierung“.

Freund Grau referierte, gestützt auf eine Power-Point-Präsentation, sehr konkret, anschaulich und lebendig sowie auf eigene Erfahrungen gestützt. In seinen Ausführungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beschrieb er sowohl die Anforderungen von Seiten der Betriebe als auch die Ansprüche aus Sicht der Familie. Er beschrieb die Einschätzung dieses Spannungsfeldes vor dem Hinter- grund der traditionellen und inzwischen sich wandelnden Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau sowie mit Blick auf schulische und berufliche Qualifikationen der Geschlechter und die Kosten der Ausbildung. Der in wenigen Jahren zu erwartende Mangel an qualifizierten Fachkräften und die veränderte gesellschaftliche Situation seien gesellschafts- und familienpolitisch zu berücksichtigen und forderten geradezu

ein Umdenken der Gesellschaft, aber auch der Betriebe.

Mit praktischen Beispielen vorwiegend aus Schweden, mit denen die Praktikabilität der flexiblen Abstimmung zwischen Betrieb und speziell weiblichen Beschäftigten belegt wurde, führte der Referent hin zu den Anforderungen an die Zukunft. Dabei berührte er Themenbereiche wie u.a. ( Ganztags-)Kinderbetreuung und Elternzeit sowie die Notwendigkeit einer Änderung der Unternehmenskultur zu mehr Familien- orientierung. In der Aussprache wurden organisatorische Gegebenheiten, Betriebs- größe und Kostenfaktoren als kritische Punkte erörtert; es gab aber auch aus den Reihen der Teilnehmer Informationen über eigene positive Erfahrungen als Beleg der

Machbarkeit auch in mittelständischen Betrieben.

 
Die Behandlung dieses Themenbereiches könnte sich besonders in den Rotary Clubs zur Diskussion anbieten  -  Rotary Clubs könnten damit in gewisser Weise eine Schrittmacher-Funktion übernehmen.
Freund Grau erklärte sich bereit, auf Einladung sein Referat in Clubs unseres Distrikts vorzutragen.
Eine Kurzfassung des Referats ist diesem Bericht als Anhang beigefügt.

Der zweite Teil der Veranstaltung geriet aus zeitlichen Gründen etwas gedrängter.
Einige der geplanten oder in Ausführung befindlichen Berufsdienst-Projekte wurden referiert; sie werden weiter unten benannt.

Ergänzend darf ich darauf hinweisen, dass Freund von Graefe in einem der folgenden Hefte des Rotary Magazins über den Berufsdienst berichten wird.

Die Informationen zu RYLA wurden, anders als in den Vorjahren, nicht im Rahmen dieses Seminars vorgetragen. Vielmehr wird Frd Weber ( Distrikts-Beirat ) in den dafür gebildeten Regionen nach Bedarf eigene Veranstaltungen anbieten.

Zu guter Letzt eine Anregung und Bitte: Versäumen Sie nicht, hin und wieder im Internet die Berufsdienstseiten des Distrikts 1800 sowie von Rotary Deutschland zu besuchen. Neben den zahlreichen Hinweisen in dem Flyer „Der Rotary Berufsdienst“ ( zu beziehen über die Rotary Verlags GmbH, Raboisen 30, 20095 Hamburg ) finden Sie auch dort etliche praktische Anregungen zur Ausfüllung Ihres Auftrages.

Aktivitäten und Planungen des Berufsdienstes in einzelnen Rotary Clubs:

*
Gesprächsveranstaltungen zum Bereich „Schwer vermittelbare Jugendliche“
mit Arbeitsverwaltung, Berufsbildenden Schulen, Streetworkern, Jugenddorf

 

*
„Jugendkonferenzen“ der Sekundarschule zur Berufsfindung in Zusammen-
arbeit mit einheimischen Betrieben

 

*
Berufsfindungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher
Schulformen; Hilfe bei der Suche nach Plätzen zum Betriebspraktikum

 

*
Verein „Jugend und Wirtschaft“ für kontinuierliche Zusammenarbeit von Schule
und Betrieben; Anregung zu Patenschaften zwischen Firmen und Schulen

 

*
Bewerbungs-Training für Hauptschüler in Zusammenarbeit mit Betrieben

 

*
Firmenvorstellungen und Betriebsbegehungen für Mitglieder des Clubs

 

*
Kurzzeitpraktika in Unternehmen rotarischer Freunde

 

  *
Fachvorträge von Mitgliedern des eigenen Clubs zu Schulbildung, beruflicher
Bildung ( Einstiegsqualifizierung ), Wiedereingliederung

 

*
Club-Meeting zum Thema „Berufsdienst“

 

                    gez. Wolfgang Sgries

     Berufsdienstbeauftragter für den Distrikt 1800

Jahrestreffen 2005


Wolfgang Sgries

 

 

Berufsdienst-Informationstagung in Königslutter
17. September 2005

 

Kurzbericht

 

Das Berufsdienstseminar des Distrikts 1800 für die Vorstandsmitglieder B der Rotary Clubs fand in diesem Jahr am 17.September wie üblich in Königslutter statt.Von 71 Clubs gab es 41 Rückmeldungen; immerhin nahmen 19 Freunde an dem Informationstreffen teil.
Die Tagung folgte dem im vergangenen Jahr begonnenen Ansatz und bediente sich im ersten Teil externer Expertise mit der Absicht, den Clubs über ihre für den Berufsdienst zuständigen Vorstandsmitglieder Basisinformationen aus dem Berufsleben zu vermitteln und damit einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, ihre Beratungs- / Handlungskompetenz zu erhöhen. Herr Heinz Orlob, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, hatte sich freundlicherweise zu einem Referat bereit erklärt.Das Thema:

„Innovative Entwicklungen in der Berufsausbildung“.

Der erwartungsgemäß sehr komplexe Vortrag kann hier nur in wenigen Grundzügen skizziert werden. Herr Orlob beschrieb zunächst die gegenwärtige Situation der Berufsausbildung junger Menschen sowie deren Vermittlung in berufliche Anstellung.

Es gebe zwar immer wieder Schwierigkeiten, für alle Schulabsolventen Ausbildungs-plätze zu finden sowie die jungen Menschen nach Abschluss ihrer Ausbildung in Dauer- Arbeitsplätze zu vermitteln. Gleichwohl beurteilte er die Situation im europäischen Kontext eher als durchschnittlich. Wichtig sei, bei der augenblicklichen Lage die Perspektive für die zukünftige Besetzung von Ausbildungs- wie Arbeitsplätzen nicht aus dem Blick zu verlieren. So müsse man damit rechnen, dass im Jahre 2026 in Deutschland 3 Millionen Fachkräfte fehlen dürften.

Die Industrie- und Handelskammern seien darüber hinaus gemeinsam mit der Arbeitsverwaltung beständig auch um Nachbesetzung von Ausbildungsplätzen bemüht und in vielen Fällen erfolgreich.

Mit Blick auf die heutige Situation im Bereich der beruflichen Qualifikationen sei festzustellen, dass binnen 10 Jahren 42 neue Berufe geschaffen und 210 Berufs- bilder „modernisiert“ worden seien. Unter den neuen Berufen benannte der Referent u.a. den ‚Bauwerksabdichter’ und die ‚Bestattungsfachkraft’ .

Grundlegende Perspektiven in der Berufsausbildung seien in der Entwicklung und Nutzung von Stufenberufen zu sehen. Man erlerne zunächst einen Basisberuf und nutze anschließend nach eigenem Vermögen und Möglichkeiten des Arbeitsmarktesberufliche Aufbaustufen. Für viele künftige Auszubildende sei es wichtig, Maßnahmen der Einstiegsqualifizierung zu nutzen. Sehr beachtlich sei im Übrigen der Rückgang der Ausbildung im dualen System. Habe hier 1979 der Anteil bei 79 % gelegen, sei er inzwischen (2004) auf 58 % gesunken mit weiter sinkender Tendenz. Dazu möge auch die erstaunlich niedrige Einschätzung der deutschen dualen Ausbildung auf europäischer Ebene beitragen.

Zum Abschluss informierte der Referent über europäische Perspektiven. Hier gehe es um Regelungen zur gegenseitigen Anerkennung der Bildungsabschlüsse in Hochschule und Beruf sowie um die Verzahnung von Hochschulabschlüssen und Berufsbildung. Man arbeite seit längerem an der Schaffung eines allgemeinen Qualifizierungsrahmens (Meta-Rahmen), mit Hilfe dessen die spezifischen Berufsqualifizierungen innerhalb Europas vergleichbar werden. Abschließend wies Herr Orlob auf in der praktischen Umsetzung befindliche Projekte hin, z.B. auf die Stärkung der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft über ein Mentoren-Projekt (vgl.www.ihk-mentoren.de).

Im zweiten Teil der Veranstaltung trugen die Vorstandsmitglieder B in Kürze vor, welche Berufsdienst-Projekte in ihren Clubs geplant oder in der Ausführung sind. Eine Zusammenfassung findet sich weiter unten in diesem Bericht. Wie im Vorjahr schloss das Seminar mit einer Kurz-Information zu RYLA, vorgetragen von Freund Weber (Distrikts-Beirat ) zu Inhalten und Organisation von RYLA-Seminaren in den dafür gebildeten Regionen bzw. auf Ebene des Distriktes.

 

Aktivitäten und Planungen des Berufsdienstes vor Ort

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Gezielte Betreuung von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ( Hilfe zur Selbsthilfe; Vermittlung von Praktika; Hinführung zur Berufsfachschule )

 


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Betreuung ausländischer Gaststudenten

 


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Betreuung des Entwicklungshilfe-Einsatzes einer ehemaligen Rotary- Stipendiatin

 


*

Berufsfindungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulformen; Hilfe bei der Suche nach Plätzen zum Betriebspraktikum

 


*

Bewerbungs-Training für Hauptschüler in Zusammenarbeit mit Betrieben

 


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Firmenvorstellungen und Betriebsbegehungen für Mitglieder des Clubs

 


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Fachvorträge von Mitgliedern des eigenen Clubs zu Schulbildung, beruflicher Bildung (Einstiegsqualifizierung), Wiedereingliederung

 


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Maßnahmen zur Unterstützung behinderter Jugendlicher oder junger Erwachsener in Zusammenarbeit mit der Werkstätte für Behinderte

 


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Club-Meeting zum Thema „Berufsdienst“

 


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Zusammenarbeit mit dem örtlichen Rotaract-Club

 


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Schaffung eines eingetragenen Vereins „Jugend und Wirtschaft“ und damit Bildung dauerhafter Strukturen zu kontinuierlicher Zusammenarbeit, die u.a. der Vorbereitung auf das Berufsleben förderlich ist.

 

Hodenhagen, 30.09.2005

gez. Wolfgang Sgries

Berufsdienstbeauftragter für den Distrikt 1800

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Rückblick auf das Seminar 2004

Eine Zusammenfassung des Jahrestreffens (Seminar) 2004 der Berufsdienst-Beaufragten kann hier als PDF-Datei geladen werden.