Distriktversammlung und Distriktkonferenz in Göttingen 12./13. Mai 2007
BESINNUNG - Klaus Steinmetz, RC Göttingen-Hann.Münden
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Besinnung, liebe rotarische Freundinnen und Freunde, ist angesagt.
Mir fiel dazu ein, wie das mit der Besinnung in einer Familie unserer Verwandtschaft vor sich ging. Da wurde einem der noch ziemlich kleinen Kinder, das bei Tisch zu sehr über die Stränge schlug, bedeutet: „Nun geh erst mal raus und besinn dich, und dann kommste wieder!“ – Nach einiger Zeit steckte der so Hinausgeschickte den Kopf durch die Tür und sagte: „Ich habe mich besinnt.“ Und durfte wieder reinkommen.
Diese Art von Besinnung will ich Ihnen ersparen. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, dass einige vielleicht die Gelegenheit nutzen, gar nicht wieder reinzukommen. Vor allem aber hielte ich es für unfair, die Besinnung, die ja mir als Aufgabe gestellt wurde, damit einfach auf Sie abzuwälzen.
Aber wie dann – Besinnung? Sie bedarf des Gegenstandes, auf den sie sich richten soll. Da ich annehme, dass rotarische Grundsätze und Ideale während dieser beiden Tage aus berufenem Munde noch ausreichend bedacht werden, will ich davon absehen.
Ich setze anders ein und nehme das Wort „Besinnung“ beim Wort. Darin steckt das Wort „Sinn“. Ein Wort mit vielen Aspekten.
Es hat einerseits eine geradezu umfassende Bedeutung. Das spricht mich als Theologen an. Es berührt sich darin mit dem Begriff „Gott“. Wie eng beide, Sinn und Gott, zusammenhängen, wird klar, wenn man sich zwei Sätze unmittelbar hintereinander gesprochen denkt: „Ich glaube an Gott. – Es ist alles so sinnlos.“ Das passt nicht zueinander. Das geht nicht zusammen. Allerdings können Menschen zu der Überzeugung gelangen: Es ist sinnlos, an Gott zu glauben. – Nur, was dann?
Aber ich breche hier ab. Eine religiöse Rede soll dies ja nicht werden.
Ich war auf die letzten Gedanken gekommen ausgehend von dem Wort „Sinn“. Zugleich mit seiner umfassenden Bedeutung hat es auch eine jeweils ganz einfache, konkrete, alltägliche; immer wenn wir sagen: Ja, das hat Sinn; das ist sinnvoll. Oder: Das ist doch Unsinn; das ist sinnlos. Sinn konkretisiert sich also in einer großen Vielfalt. „Sinne“, die Mehrzahlform, können wir hier allerdings nicht sagen. Das ist etwas anderes.
Wenn man nach einem dann geeigneten Begriff sucht, bietet sich „Erwartung“ an. Die gibt es in der Einzahl und der Mehrzahl, im großen und im kleinen. Wohl nichts, was wir tun, tun wir ohne bewusste oder unbewusste Erwartung. Das gilt auch für unser Zusammensein hier und heute: Mit welcher Erwartung sind Sie hierher gekommen?
Und wenn Sie mir noch einmal auf ein verwandtes Wortfeld folgen, dann ist es das der „Hoffnung“. Hoffnung – da klingt wieder die umfassende Bedeutung an. Das verweist auf die Dimension der Religion, des Glaubens. Und es gibt doch genauso die konkreten, kleinen und großen Hoffnungen, die wir haben, die uns bewegen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Und das bedeutet: Solange wir leben hoffen wir. Ohne Hoffnung kann keiner leben. Das verbindet die Hoffnung mit dem Sinn.
Max Frisch hat im zweiten seiner Tagebücher fünfundzwanzig Sätze zum Thema Hoffnung aufgezeichnet. Er hat sie in die Frageform gekleidet. Nichts fordert so sehr zum Nach- und Weiterdenken heraus wie eine Frage. Erinnert sei an unsere vier rotarischen Grundfragen.
Fünf der Sätze von Frisch habe ich ausgewählt. Fünf, das lässt sich vielleicht gerade noch behalten. Um das Behalten zu fördern, werde ich sie jeweils zweimal zitieren, auch wenn sie dadurch eine gewisse Penetranz bekommen. Auf jeden Fall lassen Sie mich in diese Anstöße zur Besinnung meine Besinnung ausmünden:
- Wissen Sie in der Regel, was Sie hoffen?
- Wenn eine private Hoffnung sich endlich erfüllt hat: Wie lange finden Sie in der Regel, es sei eine richtige Hoffnung gewesen, d.h. dass deren Erfüllung so viel bedeutete, wie Sie jahrzehntelang gemeint haben?
- Hoffen Sie angesichts der Weltlage:
a) auf die Vernunft?
b) auf ein Wunder?
c) dass es so weitergeht wie bisher?
- Genügen Ihnen die privaten Hoffnungen?
- Muss eine Hoffnung, damit Sie in ihrem Sinn denken und handeln, nach Ihrem menschlichen Ermessen erfüllbar sein?
Das Präsidium am Samstag
Rotary shares - Ein Ausblick auf 2007/2008
Ansprache des Governors elect Max Will
Werte rotarische Freundinnen!
Werte rotarische Freunde!
Ich freue mich sehr, dass Sie so zahlreich heute zu unserer Distriktveranstaltung in Göttingen erschienen sind. Ich heiße Sie alle herzlich willkommen.
Das gibt uns allen neuen Schwung und motiviert uns in unserer rotarischen Arbeit. Ich werte diese Tatsache als eine Verbesserung der Wahrnehmung von ROTARY INTERNATIONAL. –
Gleichzeitig ist es auch eine Anerkennung für die hervorragende und unermüdliche Arbeit unseres Governors Rolf Vieten im vergangenen Jahr. Sicherlich eine harte Aufgabe, wenn persönliche Probleme dazwischen funken!
Die rotarische Idee hat ihn aber immer wieder beflügelt – gleichzeitig hatte er und somit wir alle die uneingeschränkte Unterstützung seiner Frau. Ich möchte Dir, lieber Rolf, im Namen des versammelten Gremiums vorab schon unseren ganz herzlichen Dank aussprechen. Gib bitte, unseren herzlichen Dank auch an Deine Frau Ritti weiter!
Am 1. Juli beginnt das neue rotarische Jahr – das bedeutet, dass im Wesentlichen die Ämter gewechselt werden und die Aufgaben auf neue Schultern verteilt werden. In unseren Clubs übernehmen die inc. Präsidentin bzw. der inc. Präsident die Verantwortung - sie oder er bestimmen mit ihren Vorstellungen und Ideen , was im kommenden Jahr im Club passiert .... oder auch nicht passiert! – Es sind fast alle inc. Präsidentinnen und Präsidenten anwesend. Darüber freue ich mich ganz besonders. Uns allen wünsche ich, dass dies ein gewinnbringender Tag werden möge.
Heute nun stehe ich vor Ihnen als Governor-elect für das kommende Jahr. Dies wird zunächst einmal dokumentiert durch ÄUßERE ZEICHEN, nämlich durch die Governorjacke und die zughörige Krawatte! Die farbliche Gestaltung dieser Kleidungsstücke wird jedes Jahr mit erheblicher Spannung erwartet. Das große Geheimnis wird jedes Jahr bei der ersten Vollversammlung der International Assembly durch den Weltpräsidenten-elect. in San Diego gelüftet.
Im Vorfeld der Assembly gab es in diesem Jahr wilde Gerüchte, da die Farbe „Gelb“ die Runde machte. Alle atmeten erleichtert auf, als sich diese Angabe als nur auf die Krawatte, nicht aber auf das Sakko bezogen erwies.
Über die Außenwirkung mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. – Bei meinen Clubbesuchen werde ich auf alle Fälle diese „dunkelgrüne“ Jacke tragen – und sie werden mich leicht erkennen können.
Die Aufgabe des Weltpräsidenten übernimmt in diesem Jahr der Kanadier Wilfried Wilkinson unterstützt wird er von seiner Frau Joan. Gleich zu Beginn der International Assembly in San Diego machte er uns mit seinem Jahresmotto „ROTARY SHARES“ vertraut.
Die Losung wird umgeben von den stilisierten, unterschiedlichen Menschen dieser Welt, die sich rund um das rotarische Rad die Hand reichen. - Rotarier der ganzen Welt sind aufgefordert vorbehaltlos aufeinander zuzugehen, sich die Hand zu geben und da zu helfen, wo Hilfe geboten erscheint. Das entspricht vollinhaltlich der rotarischen Idee unseres Gründers Paul Harris:
„SERVICE ABOVE ALL“
Bewusst ist das Jahresmotto „Rotary shares“ nicht in die deutsche Sprache übersetzt worden. In der Vergangenheit wurde meist berechtigte Kritik an der deutschen Version des jeweiligen Jahresmottos von RJ geübt. Die Zurückhaltung ist nachvollziehbar.
Noch dazu, nachdem das Wort „share“ oder besser „to share“ auch im anglo- amerikanischen und im englischen Sprachgebrauch mehrere Bedeutungen haben kann.
Zunächst denkt man an den heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt. „To share“ hat aber sowohl einen „aktivischen“ als auch einen „passivischen“ Sinn. Darunter zu verstehen ist nicht nur das Teilen, Verteilen, Austeilen oder Zuteilen, sondern auch das Teilnehmen lassen das Teilhaben lassen, das Beteiligen Dritter.
Wortwörtlich hat der Weltpräsident zur Erläuterung seines Jahresmottos gesagt: „Als Rotarier reden wir nicht einfach von Nächstenliebe, wir praktizieren sie, in dem wir sie anderen zuteil werden lassen“. „Teilen“ heißt, dass wir uns selbst einbringen. Wir geben einen Teil unserer Zeit, unseres Könnens, unserer finanziellen Ressourcen, unserer Freundlichkeit und unserer Erinnerung. Uns als Governor-elect forderte der Weltpräsident auf, unsere Führungsqualität, unsere individuellen Fähigkeiten und die Bereitschaft, unsere Clubs im Distrikt zu stärken und in diesem Jahr unter sein Motto „ROTARY SHARES“ zu stellen. Natürlich haben wir ihm alle bereitwillig diese Zusage gegeben. Und ich bin mir ganz sicher, dass Sie ihre Freunde in ihren Clubs ebenfalls an ihren Plänen, Vorstellungen und Visionen teilhaben lassen werden.
Für uns alle gilt in diesem Jahr die Jahreslosung des Weltpräsidenten 2007/2008 Wilfried Wilkinson „Rotary Shares“. Finden Sie den Mut, dem Leben zu dienen, von manchem alltäglichen abzulassen und denen Hilfe zukommen zu lassen, die dringend Hilfe benötigen.
Auch der künftige Weltpräsident „Wilf“ Wilkinson sprach mehrfach offen von Liebe und Güte, die Antrieb und Inhalt dessen seien, was Rotarier zu geben, also zu teilen in der Lage sind.
Wilf Wilkinson hat davon abgesehen, neue große Weltprojekte zu initiieren, sondern sich den von seinen Vorgängern Bill Boyd und Karl-Wilhelm Stenhammer entwickelten Grundsätzen der „KONTINUITÄT“ angeschlossen. Zunächst sollen die Aufgaben, denen sich Rotary verschrieben hat, sinnvoll vorangebracht und – was insbesondere die „Ausrottung von POLIO“ anbelangt – zu Ende gebracht werden.
Polio ist immer noch in vier Bereichen der Welt endemisch vorhanden und die endgültige Ausrottung bedarf dort großer, auch finanzieller, Unterstützung.
Fünf Aufgabenbereiche stehen weltweit weiter im Vordergrund:
A) Das, was wir alles unter Wassermanagement verstehen, also die Bemühungen, möglichst viele Menschen auf dieser Erde mit sauberem Trinkwasser zu versorgen – aber gleichzeitig auch die sanitären Verhältnisse zu verbessern und für eine einwandfreie Entsorgung der Gebrauchswässer die notwendigen Einrichtungen zu schaffen. Diese Projekte werden zu einem großem Teil von unserer FOUNDATION finanziert. Unsere Clubs sind über die sogen. „MATCHING GRANTS“ (M.G.) beteiligt.
B) Der Kampf gegen HUNGER und ARMUT sowie die Verbesserung der GESUNDHEIT ist eine weitere Großaufgabe von R.J. Das Programm firmiert unter der Bezeichnung „3H“ – „HEALTH, HUNGER and HUMANITY“.
C) Mehr als 1 Mrd. Menschen auf dieser Erde können weder „lesen“ noch „schreiben“. Sie sind nicht in der Lage einen Beruf zu erlernen und selbst für ihr Leben zu sorgen. Hier hat RJ den Kampf gegen den Analphabetismus aufgenommen.
D) Die „FAMILY OF ROTARY“ ist ein weiterer Punkt im Programm von Wilf Wilkinson. Besorgt wegen der teilweisen negativen Mitgliedschaftsentwicklungen hat man das freundschaftliche Miteinander in den Clubs und das Einbeziehen unserer Familien zum besonderen Thema für dieses Jahr gemacht. Die Pflege dieses „WIR - GEFÜHLS“ sollte auch Zielvorgabe in unserer Clubarbeit für dieses Jahr sein. Manche schwierigen Aufgaben lassen sich viel einfacher lösen, wenn WIR sie gemeinsam angehen. Wir müssen nur miteinander reden und Clubübergreifend aufeinander zugehen. Solche Gemeinschaft bringt Erfolg und damit auch Freude.
Hierzu nur ein kleines Beispiel: Die Durchführung eines sogen. „MATCHING GRANTS“ nur durch einen einzigen Club erscheint fast unmöglich. Das persönliche Engagement für den einzelnen Club ist einfach zu groß und die Finanzierung kaum lösbar.
Was macht man in solch einem Fall? Man geht aufeinander zu! Sechs bzw. sieben südanhaltinische Clubs haben sich für die Durchführung eines „M.G.“ zusammengeschlossen: Halle, Halle (Saalkreis), Merseburg, Weißenfels, Zeitz, Naumburg und Magdeburg-Otto v.G.
Jeder Club hat an finanziellen Mitteln ca. 2.600 $ eingebracht – andere Spendengelder sind dazugekommen – der Distrikt hat noch etwas drauf gelegt – und die Foundation hat das Ganze „gematcht“. Als Ergebnis kommt ein Betrag von ca. 100.000,00 $ heraus. Mit diesem Geld sollen Hilfskrankenschwestern und Hebammen in Nepal ausgebildet und ausgerüstet werden. Ziel ist es die Sterberate der Neugeborenen im unwegsamen Himalajagebiet zu senken. Gleichzeitig werden die jungen Frauen vor Ort mit „MICRO-CREDITS“ ausgestattet. Ich finde das ist ein großartiges Vorhaben und stellt eine großartige Leistung dieser 7 Clubs dar. Es bringt auch die beteiligten Clubs untereinander näher. Ich möchte mich hierfür bei diesen Clubs ganz herzlich bedanken.
Durch solche Aktionen kommen wir zusammen, und wir merken plötzlich, dass es außerhalb unseres Clubs auch noch andere Rotarier gibt mit denselben Vorstellungen.
Unterstützt wird die Arbeit für die M.G. von unserem Freund Heymann, der in diesen Dingen sehr erfahren ist und bei der Bewältigung des „Schreibwustes!“, der unumgänglich zur Abwicklung eines M.G. gehört, sehr hilfreich ist. Ihm sei unser Dank auch gewiss!
Er kommt gerne in ihre Clubs und stellt die „Feinheiten der Foundation“ vor. Laden Sie ihn ein! - Insgesamt sind z. Zt. 24 von 72 Clubs – exakt ein Drittel – an einem M.G. beteiligt. Das sollte Ansporn für die anderen Clubs sein. Auch diesen 24 Clubs möchte ich meinen Dank aussprechen. In meinen zukünftigen Monatsberichten werde ich Ihnen die einzelnen „M.G.“ unseres Distrikts vorstellen. Dies soll ein Teil der Verbesserung der „internen“ Öffentlichkeitsarbeit werden.
E) Des Weiteren möchte der Weltpräsident den Projekten für unsere Jugend einen besonderen Platz einräumen – als sogen. „Jugenddienst“. Er gehört z. Z. noch nicht zu den „Hauptdiensten“, die bei der Gründung Rotarys entstanden sind.
Dies sind die großen, weltweiten, internationalen Projekte.
Aber Rotary und Rotarier helfen auch in ihren lokalen Bereichen – in den Gemeindienstprojekten der einzelnen Clubs. Auch diese Tatsache muss untereinander im Distrikt bekannter werden. Es gibt bereits eine Vielzahl von Projekten für die Jugend unter dem Thema „Bildung und Ausbildung“.
- Lese-Lern-Hilfe Projekte
- Unterstützung bei der Berufsfindung
- Hilfe gegen Jugendarbeitslosigkeit
- Jugendaustausch etc.
Hier helfen Rotarier vieler Clubs bereits auf lokaler Ebene. Das kostet nicht unbedingt Geld, es kostet Zeit und persönliches Engagement. Daher möchte ich an die Mitglieder in den Clubs appellieren, etwas für die Hauptschüler in ihrer Stadt – vor Ort zu tun.
Jugendarbeitslosigkeit ist in unserer Gesellschaft eines der zentralen Problemthemen. Ich erzähle Ihnen sicherlich nichts Neues, wenn ich sage je mehr Jugendliche ohne Aussicht auf eine Lehrstelle sind, desto eher entstehen soziale Unruhen.
Besonders groß sind die Probleme bei unseren Hauptschülern. Jeder Hauptschüler ohne Ausbildung ist ein potentieller Sozialhilfe-Empfänger und zukünftig von unserer Gesellschaft kaum aufzufangen. Ich denke, hier ist unser Engagement wichtig, hier können wir uns einbringen.
Der Berufsdienst ist eine rotarische Kerndienstleistung. Er hat das Ziel, die berufliche Kompetenz der Rotarier in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Die Zeiten erfordern es mehr denn je, vor Ort tätig zu werden. Es gilt, Hauptschülern den Start in ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben zu ermöglichen.
Ich wünsche mir, dass alle Clubs unseres Distrikts sich mit diesem Thema beschäftigen und überlegen, wie Rotarier hier tätig werden können. Hier haben wir ein unbegrenztes Betätigungsfeld. Clubs, die über einschlägige Erfahrungen verfügen, sind aufgerufen, ihre Erfahrungen weiterzugeben.
ROTARY SHARES!
Das bedeutet nicht unbedingt „GELD“ – persönlicher Einsatz ist gefragt.
Wir stehen am Beginn des 2. Jahrhunderts von Rotary! Und wir leben in einer sich immer rascher verändernden Welt – wir brauchen ja nur nach China, Indien oder Südamerika zu blicken. Was beunruhigt ist der Beschleunigungsvorgang, mit dem sich unsere Welt verändert.
Dieser Herausforderung der Globalisierung haben wir uns als Rotarier zu stellen; sie bringt – neben vielen positiven Aspekten – auch die Gefahr einer Relativierung oder gar eines Verschwindens unserer Grundwerte mit sich. Dieser Gefahr kann nur durch einen breiten gesellschaftlichen Diskurs begegnet werden. Gern bin ich bereit mit Ihnen bei meinen Clubbesuchen über diese Werteinhalte zu diskutieren.
Nach unserer gemeinsamen Überzeugung sind Rotarier vor allem Mitglieder einer Wertegemeinschaft, deren Eckpfeiler sich aus der „Vier-Frage-Probe“ und aus dem „Ziel von Rotary“ ergeben. Als Wertegemeinschaft ist Rotary einerseits von der beschriebenen Gefahr betroffen und gefordert, ihr entgegen zu wirken.
Das Wissen, einer Wertegemeinschaft anzugehören, ist für Rotarier selbstverständlich. Hieraus ergibt sich für alle Rotarier die Selbstverpflichtung zum freundschaftlichen und rotarisch engagierten Umgang miteinander und zur aktiven Respektierung des rotarischen Prinzips der Internationalität.
Als Träger hoher beruflicher Verantwortung vertreten Rotarier die ihnen gemeinsamen Werte außerhalb der Rotary Clubs mit Entschiedenheit und Toleranz. Sie nehmen ihre beruflich führende Stellung auch in ihrem Bewusstsein als Rotarier wahr.
Die Kombination aus WERTEBEZOGENHEIT; BERUFLICHER VERANTWORTUNG und PERSÖNLICHEM ENGAGEMENT eines jeden von uns macht Rotary zu einer einzigartigen Organisation, die sich durch diese Kombination von „reinen Serviceclubs“ oder „karitativen Spenden – Organisationen“ unterscheidet. Das sollten wir uns jeden Tag ins Bewusstsein rufen.
Diese Kombination – WERTEBEZOGENHEIT; BERUFLICHE VERANTWORTUNG und PERSÖNLICHES ENGAGEMENT – muss zwar den Veränderungen in der Welt angepasst werden – in ihrer Basisanlage muss sie uns aber genauso durch das 2. Jahrhundert Rotarys führen.
Ich rufe Sie auf, sich an der Diskussion zu beteiligen und diese Gedanken aktiv zu unterstützen!
Lassen Sie uns teilen, mitteilen, teilhaben, teilnehmen und andere beschenken.
ROTARY SHARES
Rotary - Gegenwart und Blick nach vorn
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Von Governor Rolf Vieten
Liebe rotarische Freundinnen und Freunde,
72 Clubbesuche haben mir ein breites Spektrum rotarischer Arbeit in unserem Distrikt aufgezeigt. Jugendaustausch, lokale – regionale Projekte in sozialen und kulturellen Bereichen und Aktivitäten im Bildungswesen stehen neben unterschiedlichen Ansätzen im Berufsdienst im Vordergrund. Internationale Projekte – direkt und mit Unterstützung der Rotary Foundation – sind verstärkt anzutreffen. Die Mittel für den Jahresfonds unserer Foundation sind leicht angestiegen – allerdings muss ich hier die Einschränkung machen: dies gilt nur bei Einhaltung der zu Beginn des Jahres gemachten Zusagen. Noch fehlen die Überweisungen von .... Clubs und in einigen Fällen weichen die überwiesenen Beträge stark von der Höhe des übermittelten Jahresziels nach unten ab. Ich bitte alle Präsidenten und Schatzmeister, die ausstehenden Überweisungen in den nächsten Tagen vorzunehmen.
Im Distrikt betreuen wir in diesem Jahr 90 Austauschschüler (inbounds) und haben 100 Schüler ins Ausland entsenden können. Mit der Vereinsgründung für alle deutschen Distrikte haben wir den entscheidenden Schritt für den zukünftigen Jugendaustausch gelegt. Freund Musick wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt – Herzlichen Glückwunsch.
Erneut haben wir zwei Stipendiaten ausgewählt und ein GSE-Team von 5 jungen Berufstätigen plus Teamleader auf ihren Besuch im Distrikt 4630 in Brasilien vorbereitet. Das GSE-Team aus Brasilien ist seit dem 23. April in unserem Distrikt.
Danke für das Engagement der beteiligten Clubs.
Mit Unterstützung des Distriktes wurden weitere Internetauftritte von Clubs realisiert. Bis auf den RC Zeitz sind jetzt alle Clubs im Internet vertreten.
Ab dem 1. 7. d. J. wird den Clubs die Verwaltungsarbeit durch RO.CAS erheblich erleichtert. Wir sind sicher, dass damit auch manch zeitraubende Nachfragen wegfallen.
Erstmals hat unser Distrikt eine Spende in Höhe von 10.000 $ zur Finanzierung von Friedensstipendien bereitgestellt.
Herzlichen Dank an alle Clubs, die sich so stark engagieren. In diesen Dank schließe ich die Mitglieder des Distriktbeirates ein. Hier werden großartige Leistungen erbracht – auch wenn das nicht immer von allen so wahrgenommen wird.
Im laufenden rotarischen Jahr werden wir keine Club-Neugründung haben. Dennoch wurden über 100 neue Mitglieder aufgenommen, davon ca. 15 % Rotarierinnen – bezogen auf die Gesamtzahl der Mitglieder im Distrikt wären das über 500 Rotarierinnen.
Liebe rotarische Freundinnen und Freunde,
mit meinem Governorbrief habe ich versucht, auf besondere Aktivitäten in den Clubs aufmerksam zu machen. Meine Bitte an die Clubs, die bisher ihre Mitglieder verschont haben, den Governorbrief unmittelbar zu lesen: Leiten Sie ihn an alle Mitglieder weiter. Dabei geht es mir nicht um die Seiten, die ich selbst verfasste – obwohl da vielleicht auch der ein oder andere Gedanke lesenswert war. Nein es ging und geht mir um den clubübergreifenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Ich rufe in Erinnerung:
- exemplarisch für hervorragende Arbeit im Jugenddienst die Betreuung von inbounds durch Freund Buck vom RC Hannover-Ballhof
- die großartige Unterstützung von Rotex durch den RC Bückeburg und die Clubs in Haldensleben, Havelberg und Holzminden
- die vorbildliche Organisation des Gemeindienstes des RC Celle, die umfassende Information aller Mitglieder und die Erschließung weiterer Spendenquellen
- die Aktionen des RC Calenberg-Pattensen zur Aufklärung über HIV- und Hepatitisinfektionen
- das clubeigene Stipendienprogramm des RC Göttingen für osteuropäische Studentinnen und Studenten
- die Beratung und Betreuung schwervermittelbarer Jugendlicher ohne Ausbildungsvertrag durch den RC Einbeck-Northeim
- die Unterstützung des „Kulturellen Kinderfreitisches“ durch den RC Halle-Saalkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Halle und den Franckeschen Stiftungen
- den Hilfsfonds, die Betreuung und Beratung des RC Einbeck-Northeim für in Not geratene Schuldner
- die Kooperation des RC Springe mit der IHK Hannover zur Vorbereitung von Hauptschülern auf den Beruf.
Sicherlich habe ich damit nur einen kleinen Teil von erwähnenswerten Projekten unserer Clubs beschrieben. Aber ich konnte natürlich nur das publizieren was die Clubs mir vermittelt haben.
Ich freue mich, dass Max Will anbietet, weiterhin besondere Erfahrungen anderen Rotary Clubs in unserem Distrikt via Governorbrief zu übermitteln.
Für mich gab es zwei Gründe, diese Berichte zu erbitten und zu veröffentlichen. Zum einen verdienen die Anstrengungen unserer Freundinnen und Freunde Anerkennung, zum anderen geht es mir auch darum, den jeweils anderen Clubs Anregungen zu vermitteln.
Alles in allem könnten wir für die vergangenen 10 Monate ein überaus positives Fazit ziehen und zur Tagesordnung übergehen. Dennoch möchte ich einige Fragen zur Zukunft Rotarys ansprechen. Viele von Ihnen – so hoffe ich - erinnern sich an meine Rede bei den Clubbesuchen. Eine der Thesen lautete: „Rotary ist mehr als der eigene Club!“ Selbstkritisch muss ich feststellen: Es ist mir nur bedingt gelungen das Gespräch zu verstärken – es wird – wenn überhaupt - nur halbherzig geführt. Heute will ich erneut versuchen, einen Impuls für diese erforderliche Diskussion zu geben. Die Zukunft Rotarys erfordert eine aktuelle Positionsbestimmung – und hier sind zunächst die Mitglieder gefragt.
I. Welches Ziel hat die Weltgemeinschaft Rotary? Stimmen die Vorstellungen der Mitglieder damit überein – und wenn nein: was bedeutet das für unsere Clubs?
II. Welche Bedeutung hat eine veränderte Sozialschichtung der Mitglieder für das Selbstverständnis und die Ausrichtung von Rotary in Deutschland?
III. Was bedeutet es wenn in absehbarer Zeit in vielen Clubs die Mehrheit der Mitglieder nicht mehr aktiv im Berufsleben steht – und das in einer Gemeinschaft, die als Berufsdienstclub gegründet wurde?
Das Ziel von Rotary ist Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Rotary sucht diesem Ziel auf folgendem Wege näher zu kommen:
1. Durch Pflege der Freundschaft als einer Gelegenheit, sich anderen nützlich zu erweisen.
2. Durch Anerkennung hoher ethischer Grundsätze im Privat- und Berufsleben sowie des Wertes jeder für die Allgemeinheit nützlichen Tätigkeit.
3. Durch Förderung verantwortungsbewusster privater, geschäftlicher und öffentlicher Betätigung aller Rotarier.
4. Durch Pflege des guten Willens zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern durch eine Weltgemeinschaft berufstätiger Personen, geeint im Ideal des Dienens.
Freundschaften im Club – jeder von uns wird dies als einen großen Gewinn empfinden. M.E. ist damit eine Grundvoraussetzung für ein intaktes Clubleben beschrieben. Häufig wird aber die zweite Aussage des Satzes „... einer Gelegenheit, sich anderen nützlich zu erweisen“ übersehen. „Rotary verkommt, wenn der Club die Pflege der Freundschaft ausschließlich in den Vordergrund stellt“[1] – oder um mit Past-Distriktgovernor Paul-Werner von der Schulenburg (Distrikt 1870) zu sprechen: „Es gibt viele Clubs, die sich ungeheuer engagieren, die unglaublich viel auf die Beine stellen und nicht nur Golf spielen, Reisen machen, Museen besuchen, Besichtigungen unternehmen .... Alle diese Aktivitäten sind überaus wichtig, weil sie die Beziehung unter uns, genannt die rotarische Freundschaft, bis zur persönlichen Bindung fördern. Aber sie dürfen unseren Dienst nicht dominieren.“
Erinnern wir uns an die überlieferten Anfänge des Freundeskreises, der sich später Rotary nannte. Ein junger Rechtsanwalt kommt um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts in die Anonymität der Großstadt Chicago. Bei den Großeltern auf dem Lande aufgewachsen, erlebte er Freundschaft, Nachbarschaftshilfe, wechselseitige Solidarität und Zusammenarbeit; nun die Anonymität des von Mafiosi und Gangstern beherrschten Großstadtdschungels. Er wollte nicht untergehen und ging auf die Suche nach Freunden, nach anständigen Menschen aus verschiedenen Berufen.
Die Gründung Rotarys war von Anfang an nicht in erster Linie nach innen (Freundeskreis) orientiert, sondern verbunden mit einer Einflussnahme zur Veränderung gesellschaftlicher Entwicklungen der Zeit.
Wie gehen wir bei der Auswahl neuer Mitglieder vor? Wird jemand aufgenommen, um mit uns diesen Dienstauftrag von Rotary International zu erfüllen oder wegen seiner Stellung in der Gesellschaft? Wir brauchen Persönlichkeiten – beruflich wie von ihrer inneren Einstellung her. Die Vielfalt interessanter beruflicher Positionen zeichnet einen Rotary Club aus. Dies scheint mir eine notwendige Voraussetzung für eine Mitgliedschaft zu sein aber alleine keine hinreichende.
Bei meinen Besuchen von Jubiläums-Charterfeiern ist mir deutlicher als zuvor klar geworden, dass vor etwa 40, 50 Jahren in den Rotary-Clubs eine andere Sozialschichtung präsent war. Präsenzflicht stand nicht im Vordergrund, die Teilnahme an den Meetings wurde als „Präsenzrecht“ empfunden. Alleine die Möglichkeit des informellen Gespräches und des Gedankenaustausches über den unterschiedlichen beruflichen Alltag führte zu einer regelmäßigen Präsenz. Wie können wir unter den heutigen Gegebenheiten den Zusammenhalt und das gesamte Clubleben so attraktiv gestalten, dass viele Mitglieder wieder die Teilnahme am Meeting als „Präsenzrecht“ wahrnehmen – in ihrem eigenen Club und in über 32.000 Clubs weltweit?
Heute scheiden Menschen nicht selten bereits mit Ende vierzig, Anfang fünfzig aus dem Berufsleben aus. Hinzu kommt die erfreulich längere Lebenszeit. In den kommenden Jahren wird der Abschied aus dem Beruf zwar deutlich später erfolgen. Dennoch werden wir aufgrund der älter werdenden Mitglieder immer öfter Clubs erleben, deren Mehrheit nicht mehr beruflich tätig ist – und das in einem Berufsdienstclub. Welche Auswirkungen hat dies z.B. auf den Erfahrungsaustausch zwischen den unterschiedlichen Berufsklassifikationen. Die Antwort kann und darf nicht so lauten, wie in einigen anderen europäischen Ländern: Ausscheiden der nicht mehr Berufstätigen aus dem „Kernclub“ in die „Clubabteilung Rentner und Pensionäre“. Der altersübergreifende Zusammenhalt im Clubleben hat für alle Beteiligten eine sehr große Bedeutung.
Eine Änderung drängt sich auf: Immer mehr Mitglieder können immer mehr Zeit für Clubaktivitäten einbringen. hands-on-Projekte statt häufiger Einsatz des Scheckbuches werden dadurch auch in Deutschland eher möglich. Sicherlich gibt es aber auch andere Möglichkeiten, nach dem Berufsleben z.B. in einer Senior-Berater-Position Freunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen oder als Rotary Volunteer sich zur Verfügung zu stellen - interessante Erfahrungen, die für alle gewinnbringend auch in das Clubleben eingebracht werden könnten. Eins ist jedenfalls klar: Es wird erhebliche Strukturveränderungen geben. Wir müssen uns jetzt darauf einstellen, Antworten suchen und finden.
Bei allen Überlegungen muss die Erkenntnis im Mittelpunkt stehen, dass wir Teil der weltumspannenden Gemeinschaft Rotary International sind, die sich zum selbstlosen Dienen verpflichtet sieht. Dies bedeutet, dass wir als Mitglieder nur die aufnehmen sollten, die sich gleichermaßen diesem Ideal verpflichtet fühlen und bereit und in der Lage sind, die entsprechende Zeit und das notwendige Engagement einzubringen.
Das Rotaryzeichen – auch wenn man es nicht nur zum Meeting trägt – alleine reicht nicht. Es wird zum Etikettenschwindel, wenn man nicht durch aktive Mitarbeit zum Rotarier wird.
In diesem Sinne will ich an das Jahresmotto von Bill Boyd erinnern: Lead the way.
Lead the way heißt: Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, sich nicht wegducken, Lösungen für die unterschiedlichsten Probleme suchen, finden und realisieren, heißt voranzugehen, wenn es darum geht, Notstände aufzudecken und Hilfe in praktisch machbarer und nachhaltiger Form bereitzustellen, nicht durch Idealismus und Wunschdenken, sondern durch steten Einsatz und solides Wissen – jeder von uns an seinem Platz.
Ich zitiere Bill Boyd: Als Rotarier wissen wir, dass es nicht reicht, von einer besseren Welt nur zu träumen. Eine bessere Welt kommt nur zustande durch vorausschauende Planung, ehrliche Zusammenarbeit und harte Arbeit. Wir warten nicht darauf, dass etwas passiert. Wir gehen voran, indem wir wegweisend handeln.
Dieser Selbstverpflichtung wollen wir uns stellen. Ich wünsche uns allen weiterhin viel Erfolg und Freude in einem Freundeskreis, der sich zum Dienst in der und für die Gesellschaft verpflichtet weiß.
[1] PDG Wilhelm Drühe, Vortrag Ethik-Seminar Distrikt 1810, 14. 10. 2006, S.3
Lead the Way - poetisch
Einfache Sache
Ein Mensch drückt gegen eine Türe,
Wild stemmt er sich, daß sie sich rühre!
Die schwere Türe, erzgegossen,
Bleibt ungerührt und fest verschlossen.
Ein Unmensch, sonst gewiß nicht klug,
Versuchst ganz einfach jetzt mit Zug.
Und schau! (Der Mensch steht ganz betroffen)
Schon ist die schwere Türe offen!
So geht’s auch sonst in vielen Stücken:
Dort, wos zu ziehen gilt, hilft kein Drücken.
Eugen Roth
Arbeitsgruppe Sekretäre
Dank und Staffelstabübergabe
Die Zukunft: Governors 2008/2009 und 2009/20010
Ansprache des Governors Rolf Vieten zum Festakt im Deutschen Theater
In diesem Festakt werden zwei große Themen unserer Dienste angesprochen – In-ternationaler Dienst = Friedensarbeit und Völkerverständigung und der Berufs-dienst.
Die Förderung junger Menschen ist ein zentrales Anliegen von Rotary Internati-onal. Dies ist auch der Grund, warum wir die Vorsitzende der Stiftung Jugend musiziert, Frau Mittler, gebeten haben junge, erfolgreiche Musiker für das Pro-gramm unserer diesjährigen Distriktveranstaltung vorzuschlagen. Gestern A-bend haben wir die Gruppe „Schlagwerk Total gehört und heute können wir die Geschwister Stegmann begrüßen. Friederike und Karolin Stegmann stehen mit-ten im Abitur. Herzlichen Dank, dass sie – in einer Zeit größter Anspannung - nach Göttingen gekommen sind. Wir wünschen ihnen für die anstehenden mündlichen Prüfungen und den weiteren Lebensweg viel Erfolg.
Einen großen Anteil an unserer internationalen Arbeit hat der Jugend- und Schü-leraustausch. Jährlich erleben ca. 7.000 Schüler - davon etwa 2/3 im Jahresaus-tausch – fremde Länder und Kulturen. Sicherlich lernen oder vertiefen sie eine Fremdsprache – doch dies ist nur ein willkommenes Nebenprodukt. Im Zentrum stehen neue Erfahrungen über Land und Leute, über zunächst fremde Kulturen. Sie sind Botschafter ihres eigenen Kulturkreises. Verständnis für die Andersar-tigkeit, Toleranz gegenüber einem anderen Wertekanon ohne die eigenen Wert-vorstellungen leichtfertig über Bord zu werfen – nach meiner Auffassung ein großer Beitrag zur Völkerverständigung und eine nicht hoch genug einzuschät-zende Friedensarbeit. Über 1.000 Stipendiaten vervollständigen diesen Aspekt ebenso wie die ca. 80 Friedensstipendiaten, die ein zweijähriges post-graduate-Studium an weltweit führenden Instituten der Friedens- und Konfliktforschung absolvieren.
Gegen Ende der Veranstaltung werden sich Schüler aus vielen Ländern präsen-tieren. Sie sind im laufenden rotarischen Jahr in Familien unseres Distriktes.
Des Weiteren stellt sich das GSE-Team aus Brasilien, Distrikt 4630, vor. Junge berufstätige Männer und Frauen, deren Eltern – ebenso wie bei den Stipendiaten - keine Rotarier sein dürfen. Sie bereisen für ca. 5 Wochen unseren Distrikt. Un-ser Team fliegt in wenigen Tagen zum Gegenbesuch nach Brasilien.
Gideon Peiper wird uns die Grüße des Weltpräsidenten RI, Bill Boyd, übermit-teln und uns den „spirit of Rotary“ näher bringen.
Wir freuen uns auf den Vortrag des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, unseres rotarischen Freundes Peter Gruss.
Woche für Woche stehen in den Meetings weltweit Themen aus dem berufli-chen Alltag auf der Tagesordnung. Der Austausch der unterschiedlichsten beruf-lichen Erfahrungen ist ein Hauptpfeiler eines starken Rotary Clubs.
Der Beruf und die damit verbundenen inhaltlichen Prägungen bedeuten häufig unterschiedliche Wahrnehmungen in vielen Lebensbereichen. Mehr über die Faszination des jeweiligen Berufes zu erfahren, erweitert den eigenen Horizont, veranlasst mitunter völlig neue Fragestellungen und Blickweisen auf das eigene Tun.
Mit dem heutigen Thema „Forschung als Zukunftsvorsorge – Innovation für Wirtschaft und Gesellschaft“ möchten wir eine erforderliche Diskussion in unse-rer Gesellschaft verstärken. Für ein – im klassischen Sinn – rohstoffarmes Land sind wir besonders auf Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft angewiesen.
Dabei bilden Grundlagenforschung, angewandte Forschung sowie Forschung und Entwicklung einen Dreiklang und erst in diesem Zusammenhang haben Ko-operationen von Wissenschaft und Wirtschaft ihren besonderen Stellenwert.
Ich wünsche, dass der heutige Festvortrag dazu anregt, sich in den Clubs mit diesem Zukunftsthema zu beschäftigen.
Uns allen anregende Stunden im Deutschen Theater!


































